Der Gain ist das Verhältnis des zum Betrachter zurückgeworfenen Lichts gegenüber einer weissen Bezugsfläche: 1,0 ist neutral, darüber bündelt Licht zur Mitte, darunter streut und schluckt es.
Was ein höherer Gain tatsächlich tut
Er erzeugt kein Licht. Er lenkt es um — indem er den Kegel verengt, in dem das Bild am hellsten aussieht. Wer auf der Achse sitzt, sieht ein helleres Bild; wer am Ende des Sofas sitzt, sieht ein dunkleres, als eine Leinwand mit 1,0 ihm gegeben hätte.
Der Ausfallmodus
Eine helle Stelle: ein sichtbar hellerer Bereich in der Bildmitte, am deutlichsten an flachen, gleichmässig ausgeleuchteten Szenen. Es ist eine Eigenschaft von Flächen mit hohem Gain und kein Mangel.
Wann weniger als 1,0 richtig ist
Graue Leinwände liegen bewusst unter 1,0. Sie schlucken etwas von allem, und weil Umgebungslicht Teil von allem ist, senken sie den Schwarzwert stärker, als sie das wahrgenommene Weiss senken. In einem hellen Raum ist das unterm Strich eine Verbesserung; in einem dunklen ist es schlicht ein dunkleres Bild.
Was daneben zu lesen ist
Der angegebene Blickwinkel — oft als Halbwertswinkel genannt, der Punkt, an dem die Helligkeit auf die Hälfte gefallen ist. Eine Leinwand mit hohem Gain und engem Blickwinkel sagt Ihnen genau, wo die Sitzgruppe stehen muss.
Die Fragen, die man sich wirklich stellt
Ist hoher Gain ein günstiger Weg zu mehr Helligkeit?
Es sieht so aus und ist ein Tausch statt eines Gewinns. Eine Leinwand mit hohem Gain bündelt das Licht zur Mittelachse: der mittlere Platz wird heller, die äusseren Plätze werden dunkler, und eine helle Stelle in der Bildmitte wird möglich.
Welchen Gain soll ich wählen?
Etwa 1,0 für einen dunklen Raum mit über ein Sofa verteilter Sitzgruppe, und das sind die meisten Wohnzimmer. Höher nur, wenn die Sitzgruppe eng und mittig ist, oder wo der Hersteller einer Leinwand, die Umgebungslicht abweist, ihn als Teil einer optischen Konstruktion angibt.
Zuletzt geprüft am 4. September 2026